Shtrea-Koagiathin

Der Dom des Feuers in Ayakkia / Tekkay

Im Zentrum des alten Rat-Lenntay Ayakkia liegt der gigantische Dom des Feuers. Alte Didakhin-Meister erbauten ihn aus dunkelgrünem Tiefengestein und Silikaten. Nach Aussagen der Alten Bücher folgten sie dabei den Spiegelungen ihres Geistes.
Am Ende des Mittelschiffes (coa-hain) befinden sich drei große Türme, die am Boden in Festplätze münden (seanda). Diese Plätze werden sowohl für die Yethang-Aufführungen, wie auch für Vorträge und Lehrstunden genutzt. Hin und wieder halten die Abgesandten der Gahoum-Koolay aus Kiathal, Leoth und Küstenorten wie Thiuray oder Moakkaya ihre Vorberatungen zu den Geschichtsräten ab, die alljährlich in Sh'eawnaadoudh nahe Daybal stattfinden.

Das sprichwörtliche Feuer entsteht durch den Kontrast zwischen dem grellen, vielfach gespiegelten Licht und den Steinblöcken, die aus den Minen Zentral-Tekkays stammen.

Die außerordentliche Macht, die die Didakhin gegen Ende der Ron-Zeit (etwa um 2780 ayganyischer Zeitrechnung) besaßen, zeigt sich symbolisch im Faaha, das im Silikatfenster des mittleren seanda angebracht ist. Die fünf Ringe des Didakh von Dedayin, dem heutigen Tahain (Sirk), stehen für die fünf Tugenden der ehemaligen Priesterkasten des Nordens: Leichtigkeit, Heilsuche, Reife, Musikalität, Standhaftigkeit.

Der ayganyaysche Umgang mit zeitlich orientierten Strukturen wie Geschichte oder Kultur gebietet eine besondere Haltung gegenüber Gebäuden wie diesem. Aus diesem Grund verbringen regelmäßig Pilgergruppen Nächte innerhalb dieser geschichtsträchtigen Hallen, um Erinnerungen zu vertiefen.
Wenn sich meditative Gesänge sich mit der Akustik dieser Räume vereinen, kehren historische Erfahrungen zurück und lassen die besonderen Verbindungen der Ayganyier zu Koay spürbar werden. Nicht zuletzt der Begriff Koagiathin, der, wörtlich übersetzt, "die Wohnung Koays" bedeutet, zeugt von dieser  Religiosität.

In diesen Räumen, so sagen die Ayganyay von Tekkay, lebe die Stimme Koays.

An wenigen Orten außerhalb Thayloths gehen Musikalität
und Kontemplation eine so enge Beziehung ein wie im Shtrea-Koagiathin. Aber auch die Vorstellungen der Didakhin sind noch immer spürbar.

Betrachtet man die Bogenbauweise des Doms, so fallen jene Reihung und Einfachheit auf, die an irdische Bauwerke der Vorrenaissancezeit erinnern.
Ein wesentlicher Unterschied zur irdischen Idee vom Bau liegt in seiner Rolle als Konstrukt der Reduktion. Führt man sich vor Augen, dass die letzte Kulturrevolution von 3299 zur Zeit des Dombaus noch etwa 500 Ay (etwa eintausend Erdenjahre) weit entfernt war, fällt die Verzicht auf Hochtechnologie auf. Zwar deutet die exakte und detaillierte Struktur im oberen coa-hain den damaligen technisch-zivilisatorischen Stand der Ayganyaykulturen an. Innerhalb des Gebäudes spielt die typische Leichtbauweise der Ron-Periode jedoch keine besondere Rolle.
In der Eingangshalle des Doms findet sich in diesem Sinne der folgende Satz der Didakh-Meister:

- veway-cich niork--epil-ke-danaee nardan -

"Bogenhaftes Denken bestimmt unseren Weg der Rückkehr."

Hier gelangen Sie zur Kartenansicht von Ayakkia.




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